Die Bevölkerung

Die Stämme der Walis: Atlier, Gauten, Heden, Bognar Beltyren
Wappen der Stämme

Rang, Stände, Titel

Siedlungsformen

Die Städte der Walis

Waligoi

Aufgrund der besonderen Umstände des Lebensraumes konnte sich nie eine große Bevölkerungszahl entwickeln. Weit verstreut leben die Walis dort, wo das Land eine Siedlung, Ackerbau, Viehzucht und Fischfang ermöglicht. Darüber hinaus durchstreifen sie als Viehzüchter und Jäger das Land.
 

Neu-Westurgoi

Neu-Westurgoi ist zum größten Teil von Walis bevölkert. Doch auch Reste der Azcapazulcos, den Ureinwohnern des alten, untergegangenen Reiches Azcapazulco, leben in diesem Land. Sie sind ein aussterbendes Volk. Dies rührt von ihrer technischen Unterlegenheit und von ihrem ständig schrumpfenden Lebensraum her. Die meisten Walis leben in den Städten und Siedlungen Neu-Westurgois und machen dort fast die gesamte Einwohnerzahl aus. Die Azcapazulcos leben bis auf Tical und Xitle nahezu ausschließlich in den Waldgebieten.

Walis und Azcapazulcos

Über Neu-Westurgoi erstreckt sich ein dichtes Netz aus Städten und Handelszentren, in denen jeweils ein adhalsmannr (-kunnyr) bzw. lánarmannr (-kunnyr) oder höfdhing die Gerichtsbarkeit innehat. In den dichten Wäldern jedoch regieren vielerorts noch die Häuptlinge oder Priester der Azcapazulcos. Nur in wichtigen Fällen wird auch dort das Recht von einem walischen Anführer gesprochen, der dann eigens zu dieser Verhandlung anreist. Durch die Einbeziehung der örtlichen Stammeshäuptlinge und Priester wird der Frieden zwischen den beiden doch sehr verschiedenen Völkern gewahrt.

Ähnlich freizügig handhaben die Walis auch den Götterglauben: Die Walis beten zu ihren Göttern (Wali, Höggr, Alsvidr und Hyldyr). Es wird gern gesehen, wenn die Azcapazulcos dies auch tun, doch ist ihnen nicht verboten, ihren eigenen Göttern zu huldigen. Die Anbetung der Götter der Azcapazulcos geschieht an den Stufentempeln der alten Städte Xitle und Tical. Gerüchteweise sollen dort noch Menschenopfer dargebracht werden, zum Beispiel falls die Ernte ausfällt oder die Sterne durch den hohen Priester Unheil verkünden. Als die Azcapazulcos, kurz nach der Ankunft der Walis in Neu-Westurgoi, in Tical ein Menschenopferritual mit eingewanderten Walis vollzogen, griffen die Walis mit dem Schwert hart durch. Seither werden diese Rituale nur noch im Geheimen und an den eigenen Landsleuten durchgeführt. In Xitle haben die Walis seit ihrer Ankunft stets ein Auge auf die Aktivitäten der Azcapazulcos.
 

Die Stämme der Walis

Das Volk der Walis teilt sich in vier Stämme, die unabhängig voneinander bestehen und in weitgehendem Frieden miteinander leben. Einzig der Jarkhan vermag die in Tradition und Charakter recht unterschiedlichen Stämme zu vereinigen. Es ist seit altersher das Recht der Jarkhanen, die Weriren einzusetzen, die den Jarkhan beim jeweiligen Stamm vertreten, was besonders in Not- und Kriegszeiten von Bedeutung ist.

Waligoi

Atlir

Die Atlir, deren Stammgebiet das YGGHÖGJURD - das Hochland von YGGRGARD in Wes-Waligoi - umfaßt, sind vom geringsten Freien bis zum Werir ein Volk von Bauern. Jene Atlir, die an den Klippen und Fjorden der rauhen Küste leben, betreiben zusätzlich noch Fisch- und Walfang sowie die Robbenjagd. Das Atlirjurd ist derart karg, daß es nur eine begrenzte Anzahl von Anwohnern ernähren kann. Dies ist der Grund warum soviele, insbesondere junge Leute, auf Hymirfahrt gehen. Diese Hymirfahrer kehren entweder gar nicht oder reich mit Beute beladen heim. Dann erstehen sie entweder Haus und Hof und gründen eine eigene Sippe, oder aber sie sind ganz vom Hymir gefangen und rüsten ein Langschiff aus. Hierzu verpflichten sie sich eine Mannschaft abenteuerlustiger Walis, meist Atlir, und gehen selbst als Höfdhing auf Hymirfahrt. Die Atlir leben in weit verstreuten Gehöften, die aus einem Langhaus mit wenigen Nebengebäuden bestehen. Aufgrund der kargen Landschaft bleiben als Baumaterial nur Naturstein und Erde. Die Häuser sind niedrig, oft in Hügel hineingebaut und völlig mit Gras bewachsen, darum kann man sie erst aus geringer Entfernung von der übrigen Landschaft unterscheiden. Die Höfe liegen etwa einen Halbtagesritt voneinander entfernt, und nur selten unterzieht man sich der Mühe, diese zu überwinden. Abends - besonders in den langen, kalten und dunklen Winternächten - versammelt sich die Atlirsippe am Feuer ihres Langhauses und pflegt eine besondere Form der Dichtkunst, die sogenannten Sagas. Diese meist sehr langen Erzählungen handeln immer um eine dramatische Rache oder den heroischen Tod eines vom Schicksal Verfolgten. Aufgrund der eigenwilligen Erzählweise stehen Angehörige anderer Stämme und Völker diesen Sagas zumeist verständnislos gegenüber. Eine andere Beschäftigung ist das Schnitzen kleiner Skulpturen aus weichem Holz, die ebenso berühmt sind wie die der Schmuckstücke, die von den Atlir aus Gold, Silber, Bronze und Kupfer gefertigt werden. Atlir sind in der Regel hochgewachsen und breitschultrig, mit braunem oder blondem Haar. Als besondere Mode gilt der Oberlippenbart, der auch gern mit Gold- und Silberdraht verflochten wird. Die Lieblingswaffe der Atlir ist das Schwert, dem sie klangvolle Namen verleihen wie "Wolfsfresser" oder "Steinspalter". Der Stammesgott der Atlir ist Wali, der Erhalter, dessen Zeichen die Sonnenscheibe, der Schild gegen Kälte und Dunkelheit, ist.

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Gauten

Die Gauten haben die Ländereien im mittleren Süden Waligois besiedelt. Ihre Anzahl entspricht in etwa der der drei anderen Stämme. Die Hauptstadt der Gauten, das an der Küste liegende Boras, ist nur ungefähr ein Viertel so groß wie die walische Hauptstadt Yggrgard. Oberster Gesetzgeber bei den Gauten ist der Gautenrat, eine Versammlung der Ältesten, der wichtigsten und einflussreichsten Städte im Gautenland. Der Rat tritt in Boras zusammen, und bei den Abstimmungen entscheidet eine einfache Mehrheit, wobei jedoch der vom Jarkhan eingesetzte Werir das Recht zu einem Einspruch behält. Die geographische Position spiegelt gleichzeitig auch die politische Position der Gauten wieder; von den drei anderen Stämmen umgeben, haben die Gauten guten Kontakt zu den anderen Walis. Sie treiben regen Handel mit den anderen Stämmen, sind für ihre Gastfreundschaft bekannt und haben auch schon des öfteren Mitglieder anderer Stämme bei sich aufgenommen, die sich mit ihrem Werir überworfen haben. Wenn es zu Streitigkeiten zwischen den anderen Stämmen kommt, sind die Gauten darum bemüht, zwischen den Stämmen zu vermitteln. Mit ihren Schiffen befahren die Gauten den Hymir und treiben auch Handel mit den nicht-walischen Nachbarvölkern. Von gelegentlichen Plünderungen abgesehen, sind die Gauten jedoch weitaus friedlicher als die anderen Stämme und haben gute Beziehungen zu den anderen Völkern Magiras, was nicht zuletzt ein Verdienst der Skalden ist. Die Gauten sind bekannt für ihr Skalden. Kein anderer Stamm hat soviele Skalden hervorgebracht, die auch noch weit über die Grenzen Waligois bekannt sind. Einmal im Jahr, im Wolfsmond, findet ein großer Skaldenwettstreit zu Ehren des Jarkhans in Yggrgard statt, der bisher immer von einem Gauten gewonnen wurde. Die Skalden haben ihre eigene Gilde, die auch im Gautenrat vertreten ist. In Boras gibt es die berühmte Gerträgerschule der Gauten, wo die besten Kämpfer im Gruppenumgang mit dem Ger, der Stammwaffe der Gauten, die auch das Stammeswappen ziert, geschult werden. Die Gauten sind aber ebenso vertraut im Umgang mit Äxten, Bogen und Schwertern. Oberster Gott der Gauten ist Alsvidr, der Gott der Fruchtbarkeit, aber genauso werden die drei anderen Hauptgötter der Walis verehrt.

Heden

Die Heden haben ihr Stammesgebiet im Miren von Waligoi. Es erstreckt sich in Nachbarschaft der Gauten von den Gestaden des Hymir über die Trosk, die großen Süd-Sümpfe, nach Nor hin bis zur Küste des ENDLOSEN OZEANS. So wie die anderen Stämme der Walis auch, sind die Heden ein Mischvolk zwischen aus dem Osten eingewanderten Klingolen und den einheimischen Ur-Agenirern. Da sie aber die letzte der drei Einwanderungswellen bildeten, ließen sie sich gleich ganz im Est und Mir nieder, die schon von den beiden voran gegangenen Wellen ein paar Generationen zuvor klingolisch beeinflusst worden waren. Das hatte zur Folge, daß die Heden in jeder Hinsicht am wenigsten agenirischen Einschlag haben, was überall zum Ausdruck kommt. Da das Land äußerst karg ist, ernähren sich die Heden vorwiegend von der Viehzucht, bei der das Jakh die Hauptrolle spielt. Dies ist ein Schneebüffel, der die Heden mit Milch, Fleisch, Wolle und Leder versorgt. Das Jakh dient auch als Zugtier. Nachdem das Land überwiegend aus flacher Steppe besteht, haben die Heden im Unterschied zu den Atlirn und Gauten ihr Nomadentum nicht aufgegeben und ziehen wie von alters her mit ihren gewaltigen Wagen durch das Land, und nur zu bestimmten kulturellen Anlässen bilden sie für die Dauer weniger Tage riesige Wagenburgen. Neben den walischen Göttern lebt noch das Schamanentum der klingolischen Vorfahren weiter, und besonders die Frauen in den mirischen Sumpfgebieten betreiben außerdem die Namenzauberei der touminischen Nachbarn. Die Mitglieder der Höfdhingfamilie haben eine magische Beziehung zu ihren persönlichen Jakhs. Diese entsteht bereits vor ihrer Geburt, denn wenn eine Hedenfrau ein Kind erwartet, so ist sogleich eine Jakhkuh trächtig, und beide kommen ungefähr gleichzeitig nieder. Diese persönlichen Jakhs werden Hamnyjakhen genannt, und diese sind die einzigen, die einen Reiter dulden, ihren zugehörigen Hamnheden (Hamn bedeutet ungefähr Seelenbruder). Die Heden sind kleinwüchsiger als die übrigen Stämme der Walis; sie haben eine mehr gelbbraune Hautfarbe und überwiegend glattes schwarzes Haar. Die Männer haben nur spärlichen Bartwuchs. Die Axt ist die Lieblingswaffe der Heden. Der Stammesgott der Heden ist Höggr, der Zerstörer, und sein Symbol ist die Axt.

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Bognaren

Die Bognaren haben sich erst spät als eigener Stamm entwickelt und durchgesetzt. Ihr Stammesgebiet erstreckt sich entlang der Est-Küste des ENDLOSEN OZEANS von dem Stammesgebiet der Heden bis an den Isströndr, der Norestspitze Waligois. Warme Strömungen des Ozeans und beständige Seewinde sorgen dafür, daß aus der in diesen Breiten ständig vereisten Tundra in den Sommermonaten eine weidefähige Steppe wird. Die bewaldeten Höhenzüge schirmen zudem vor der grausamen Kälte des dahinterliegenden ISBURDRETS ab. Die meisten Bognaren sind Rentierzüchter und ziehen als Nomaden mit ihren Herden und Zeltlagern mit den Jahreszeiten und Weidegründen in Nor- oder Südrichtung. Diese Volksgruppe werden Kjalkfälen genannt. Sie sind die Ureinwohner des Landes, leben in Großsippen und sind sehr gesellig. Aus den anderen Stämmen, hauptsächlich von den Atlir und Gauten, kamen im Laufe der Zeit viele Zuwanderer, von denen nicht wenige gezwungen waren, die alte Heimat zu verlassen. So bildeten sich zwei weitere Stammesgruppen. Zum einen die Utortren, die bald nach ihrer Niederlassung nach gautischem Vorbild Siedlungen an der mittleren Küste errichteten, die sich im Laufe der Zeit zu eigenständigen Orten entwickelten. Die Utortren sind Händler und Bauern. Einige aber siedelten sich nicht an den Küsten an, sondern zogen sich in die Bergketten des ULFURBYRNUR und seine undurchdringlichen Wälder zurück. Die Veidaren wurden Pelzjäger und leben in kleinsten Ortschaften und einsamen Hütten in den Wäldern. Viele ziehen auf ihren Jagdzügen von Ort zu Ort. Mittlerweile haben sich so Stammesgruppen gebildet: also im Nor und dem Ulfurbyrnur das ISARJURD mit den Veidaren; südlich davon das UTORDJURD Utortren im Süden; im KVERKARJURD die Winterlager der Kjalkfälen, die im Sommer weit nach Nor ziehen und einige Orte der Utortren. Tief in einem Fjord der nördlichen Küste des Utordjurd liegt die alte Stadt Nya Askivik. Ihre ältesten Wurzeln liegen in der Einwandererzeit; seitdem hat sich das Gesicht der Stadt viele Male geändert. Heute ist sie ein Spiegelbild des vielgestalteten Charakters des Stammes der Bognaren. Nya Askivik ist häufig Schauplatz der prächtigsten Walithings und zieht zu diesen Ereignissen Abenteurer und Adlige aus ganz Magira an. Bognaren bevorzugen als Waffe den Bogen und eine Art langes Messer. Der Schamanismus ist unter den Kjalkfälen weit verbreitet, der Stammesgott ist darum wohl eher ein Luftgeist. Hyldyr wird im walischen Götterbild als Schicksalsgöttin und Botin Walis angesehen. Ihr Symbol ist der geflügelte Seedrachen.

 

Neu-Westurgoi

Beltyren

Die Walis in Neu-Westurgoi leben in der Regel in Großfamilien zusammen. Sie teilen sich jedoch wie in Waligoi weiterhin in die vier Stämme. Nach der Besiedlung war es üblich, daß mehrere Familien eines Stammes gemeinsam eine Siedlung gründeten. Zuweilen finden dort auch Mitglieder anderer Stämme ihre Heimat. Die Walis in Neu-Westurgoi messen den alten Traditionen, wie den Gerichtsthings, Markttreffen, Mitsommer- und Mitwinterfesten große Bedeutung bei.

Die Stämme sind nicht länger auf Siedlungsräume beschränkt. Dies hat teilweise zur Vermischung der Stammeskulturen geführt. So fühlen sich viele Walis mehr als Beltyren, wie sie sich als Bewohner Neu-Westurgois selber nennen, denn als Angehöriger eines Stammes.

Die Namensgebung ”Beltyr” bzw. ”Beltyren”

Neben vielen anderen positiven Dingen stellten die Walis in Neu-Westurgoi erfreut fest, daß es in diesem Land auch viel mehr Möglichkeiten gab, Stoffe einzufärben. Dies wurde zuerst beim Gewand umgesetzt, welches nach Möglichkeit mit farbenfrohen Borden geschmückt wurde. Schließlich ging man allmählich dazu über, auch mehrfarbige Gewandungsgürtel, meist aus eingefärbtem Wollstoff, zusätzlich zum Ausrüstung- bzw. Waffengürtel zu tragen.

Dieser Gürtel schmückte den Träger auch, wenn er sein ”Arbeitswerkzeug” abgelegt hatte. So konnten auch die ärmeren Walis zeigen, dass sie es zu etwas gebracht hatten.

Die bunten Gewandungsgürtel waren individuell und wiesen fast immer keine Stammesinsignien auf. Als auch Jalmur als der durch die Jarkhane ernannte Jarl von Neu-Westurgoi diese Gewandungsgürtel zu offiziellen Anlässen trug, hielten diese auch, bis auf ein paar Ausnahmen vielleicht, Einzug in die kleinste walischen Hütte.

Dieses Zeichen des Gemeinsamen ist stammesübergreifend und unterstreicht die gemischte und recht lockere Ansammlung von Walis aus verschiedenen Stämmen.

Aus diesem Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich sehr schnell der Name, dem sich die Walis der Yddia nach der Ernennung von Jalmur zum Jarl von Neu-Westurgoi gaben (und der sich auf die farbenfrohen Gewandungsgürtel bezieht): Beltyren

(”Beltyr” ist der Singular, ”Beltyren” der Plural. ”Jarl” ist bei den Beltyren die allgemeine Bezeichnung für ”Fürst”.)

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Wappen der Stämme

Die Wappen der einzelnen Stämme zeigen das Symbol der jeweiligen Stammesgottheit. Das Wappen des Volkes der Wali setzt sich aus den Symbolen der einzelnen Stammeswappen zusammen.
 
 

Wappendarstellung


Atlier

Gauten

Bognaren

Heden

Beltyren

Waligoi

 

Diese Wappen finden sich auf vielen der typisch walischen Rundschilde wieder. Darüber hinaus verzieren Walis ihr Schild gern mit furchterregenden Darstellungen von Drachen und anderen Fabeltieren oder entsprechenden Symbolen und Zeichen. Einige dieser Schildzeichen wurden im Laufe der Zeit zu festen Sippenzeichen und werden von von Generation zu Generation weitergegeben.

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Rang, Stände, Titel

An oberster Stelle stehen die Jarkhanen als Oberherren aller Walis. Als Vertreter der Jarkhanen in den Stämmen gibt es die Weriren. Diese werden jedes Jahr vom Stamm neu gewählt und von einem der Jarkhanen auf einem Thing bestätigt. Die Weriren bilden das Bindeglied zwischen Walis und Jarkhan. Jeder freie Wali kann Werir werden, unabhängig ob er adhalsmannr oder -kunnyr (Edler in Follow), lánarmannr oder -kunnyr (Gebieter über ein bestimmtes Gebiet mit mehreren Dörfern/Städten und/oder Anführer einer Flotte), höfdhing (Dorfhäuptling und/oder Kapitän eines Schiffes) oder fylgdarmannr oder -kunnyr (freier Wali mit Grundbesitz, Stimmrecht im Thing und dem Recht, eine Waffe zu tragen) ist. Lediglich die Vinnumenn oder -kunnyren, also Unfreie (Leibeigene und Gefangene, die unter der Fürsorge ihres Herren stehen und für ihn Dienste verrichten) und Kinder können dieses Amt nicht ausüben.

Für Neu-Westurgoi haben die Jarkhanen einen Jarl ernannt, welcher dort als ihr einziger Vertreter das Land und seine Bewohner regiert. Zugleich vertritt der Jarl die Interessen der Beltyren gegenüber den Jarkhanen. Als Zeichen seines Amtes hat der Jarl von Neu-Westurgoi einen speziellen Ring von den Jarkhanen erhalten.


Als äußeres Zeichen ihres Ranges tragen Walis eine Lederschnur mit einer ihres Ranges entsprechenden Anzahl von Wolfszähnen. Ein fylgdarmannr trägt einen, ein höfdhing zwei, ein lánarmannr drei, ein adhalsmannr vier und der Jarkhan trägt fünf Zähne. Der Werir trägt als Zeichen seiner Amtswürde eine Kette aus großen Kupfergliedern.

Unfreie tragen keine Lederschnur. Nur Kinder freier Walis, die auch noch diesen Rang tragen, tragen zur Verdeutlichung ihrer Sonderstellung eine Schnur. Aber auch Unfreie, die sich besonders hervorgetan haben, und so eine Chance haben, frei zu werden, tragen eine Schnur.

Gesellschaftlich noch unter den Unfreien stehen jene, die vom Thing oder dem Jarl (als oberstem Richter in Neu-Westurgoi) zu Friedlosen erklärt werden. Ihnen wird die Lederschnur mit den Zähnen abgenommen und sie werden des Things verwiesen. Sie haben keinerlei Rechte mehr. Jeder freie Wali darf nach eigenem Gutdünken mit einem Friedlosen verfahren, den er ergreift.

Darüber hinaus vergibt der Jarkhan Ehrentitel. Meist haben diese Titel auch Bedeutung bei Kämpfen, an denen der Jarkhan teilnehmen muss. Bei den Atlirn erwählt er sich seinen Schildträger. Bei den Gauten erwählt er sich seinen Banner- und Gerträger. Bei den Heden erwählt er sich seinen Godhi (Kriegspriester). Bei den Bognaren erwählt er den Pfeilträger.
Er ernennt auch die Heerführer der jeweiligen Gebiete. In Neu-Westurgoi hat dieser Heerführer den Ehrentitel Jurdfyndar (Landfinder). Er trägt eine kleine Abbildung eines Rundschildes an einer Lederschnur.
Jeder Stamm hat auch seinen eigenen Godhi. Diese werfen die Runen und sehen damit die Zukunft voraus.
In der Simulation sind jene Fellows, die neu zu den Walis kommen, zuerst im Rang eines Unfreien. Sie durchschreiten ein Probejahr, um die Walis und ihre Kultur besser kennenzulernen. In der Regel werden sie nach einem Jahr in den Stand des freien Walis erhoben. Sie müssen allerdings auch walische Gewandung besitzen.
 

Rangsystem der Walis

in Follow

bei den Walis

Bedeutung

Herrscher

Jarkhan

 

(Stammesführer)

Werir

 

Edle(r)

adhalsmannr -kunnyr

Heerführer, Runenkundiger, reicher Händler, Stadthalter, usw.

Lehnsmann/ Lehnsfrau

lánarmannr -kunnyr

Gebietsherr, Runenkundiger, Flottenanführer, usw.

Knappe

höfdhing

Dorfoberhaupt, Schiffsführer, Truppführer, usw.

Gefolgsmann/ Gefolgsfrau

fylgdarmannr -kunnyr

Krieger, Fischer, Bauer, Handwerker, Gaukler, usw.

Schüler(in)

vinnumannr -kunnyr

bewährter Unfreier

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Siedlungsformen

Waligoi

Die Walis leben in allen Stämmen in Großfamilien und Sippen zusammen (ausgenommen die Veidaren der Bognaren). Besonders die Heden, Gauten und Bognaren bilden aus mehreren Sippen größere Gruppen, die bei den Heden in Wagenzügen, bei den Bognaren in Zeltlagern und bei den Gauten in großen symmetrisch aufgebauten und mit Ringwällen befestigten Siedlungen mit großen hölzernen Gemeinschaftshäusern leben.

Neu-Westurgoi

Die Beltyren haben sich größten Teils in den Städten bzw. größeren Ansiedlungen (Högjurdgard, Nadartaekir, Skueurstudr, Ynhunrvik und Xitle) niedergelassen. Dort leben sie in Großfamilien und Sippen zusammen. Die einzelnen Sippen vereinen sich jedoch bislang nicht zu größeren Gruppen mit eigenem Siedlungsraum, wie dies in Waligoi der Fall ist. Den größten Teil des Baumaterials in den Städten, mehr noch in den kleinen Siedlungen macht das Holz aus. Dieser Rohstoff steht in scheinbar unbegrenzter Menge zur Verfügung. Charakteristisch sind die Palisaden und Wälle, die um nahezu jede Stadt oder Siedlung errichtet wurden. Zusätzlich zu diesem Schutz weisen die größeren Ansiedlungen wie Högjurdgard, Nadartaekir, Skueurstudr, Ynhunrvik und Xitle ein Gard (eine Art Fort) auf, welche meist Bestandteil der schützenden Palisade sind.


Die Azcapazulcos leben ebenfalls in Großfamilien und Sippen in den Wäldern Neu-Westurgois. Ihre Dörfer sind um einen großen, zentralen Platz herum aufgebaut, auf dem neben dem Haus des Priesters oder Häuptlings, auch ein großes Versammlungshaus steht. Die Häuser und Hütten der Azcapazulcos sind bis auf die Stufenpyramiden und Tempel, die aus Stein gebaut sind, vollständig aus Holz und Blattwerk erbaut.

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Die Städte der Walis

Waligoi

YGGRGARD: Sie ist die Hauptstadt der Walis. Ursprünglich wurde sie in den Tiefen des Yggrfjords von den Atliern gegründet. Diese Ansiedlung ist heute nur noch der Vorhafen. Das eigentliche Yggrgard liegt heute etwas höher. Von gewaltigen Wällen und Schutzmauern umgeben, ist es die größte Siedlung der Walis und der traditionelle Herrschersitz der Jarkhanen.

JARNIGARD: Diese Stadt ist von den Gauten zur Zeit ihrer Ausdehnung als Stützpunkt im Nor errichtet worden. Sie kann gut als Eisfestung bezeichnet werden. Ihre starken Wälle sind von Schnee und Eis gepanzert. Sie muss aus dem Umland ernährt werden. Im Winter sind nur wenige Walis in Jarnigard.

BORAS: Der Hauptsitz der Gauten ist durch seine großen Hafenanlagen und Lagerhäuser unverwechselbar. Wie ein Seeadler scheint diese Stadt über den Nor des Hymir zu wachen.

NYA ASKIVIK: Diese Stadt zeichnet sich vor allem durch seine Vielgestaltigkeit aus. Es ist mehr eine Stätte denn eine Stadt. Im Sommer tummeln sich viele Bognaren hier. Es wird Thing abgehalten, und Freunde treffen sich. Im Winter allerdings sind nur wenige Holzhäuser von Bognaren da, die in der Stadt überwintern wollen.

Kleinere Siedlungen, wie sie weit verstreut in den gemäßigten Gebieten Waligois zu finden sind, erinnern in ihrer Anlage stets an diese Städte. Von einem oder mehreren Ringwällen mit Palisadenaufbauten und Wassergräben geschützt, liegt ein symmetrisch aufgebauter Ort meist um eine Innenburg ähnlichen Aufbaus herum.

Neu-Westurgoi

HÖGJURDGARD: Die Hauptstadt Neu-Westurgois wurde auf den Ruinen der alten azcapazulcischen Hauptstadt Chuzumaxinta errichtet. Sie befindet sich mitten auf dem Hochland. Von Wällen, Palisaden und den Resten der Zyklopenmauern umgeben, ist sie die größte Stadt Neu-Westurgois und der Sitz des Jarls, der sich seine Thinghalle als Amtssitz auf der großen Stufenpyramide errichtet hat. Auch ist sie Sitz des Jurdfyndars, des Heerführers der Walis der Westlichen Welt.

Der Jodursjurd bleibt durch die ihn umschließende Landmaße Neu-Westurgois das ganze Jahr über von Stürmen verschont. Deshalb liegen an seiner Innenseite die beiden großen Hafenstädte; NADARTAEKIR im Wes und SKUEURSTUDR im Mir. Während man Nadartaekir wegen des großen Marktes und der Lage an der Handelsstraße nach Xitle als Stadt bezeichnen kann, sieht Skueurstudr im Vergleich dazu eher vie ein recht großes Dorf aus.


Im Fillefjell liegt YNHUNRVIK. Diese Ansiedlung zieht großen Nutzen aus den sie umgebenden Mischwald, in dem verschiedenste Bäume geschlagen werden.


Ihren Anspruch auf die Insel der wolkenhohen Bäume unterstreichen die Beltyren durch ein Gard, welches an der Küste der Insel errichtet wurde. Außer der Besatzung des Gard ist die Insel scheinbar menschenleer.


Besonders augenfällig erscheinen die zahlreichen Küstensiedlungen, die sowohl zum Binnenmeer als auch zum Endlosen Ozean hin an Neu-Westurgois Küsten erstrecken. Kleinere Siedlungen sind weit verstreut im Hochland und den Wäldern zu finden.


Im Süd des Hochlandes liegt am Binnenmeer die alte Stadt XITLE, die von den Walis, welche die Finsternis überlebt haben, mit viel Glück in einem Handstreich erobert wurde. Die Stadt ist eine Mischung zwischen den walischen Langhäuser und den einfachen, zum Teil sehr verschachtelten Bauten der Azcapazulcos. Nur die verfallende steinerne Stufenpyramide zeugt noch unübersehbar vom alten, untergegangenen Reich Azcapazulco. Sie ist ein religiöser Ort der Azcapazulcos, die auf ihr ihre uralten Götter verehren. Xitle ist zu gleichen Teilen von Walis und Azcapazulcos bevölkert, während in den anderen großen Ansiedlungen die Azcapazulcos nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen.


Zwischen Ynhunrvik und Skueurstudr befindet sich im unzugänglichen Teil des Waldes eine weitere alte Stadt aus der großen Zeit Azcapazulcos: TICAL. Diese vergessene Stadt ist zwar teilweise vom Urwald überwuchert, doch leben hier noch einige tausend Azcapazulcos. Es ist die größte Siedlung der Ureinwohner. Auf dem Stufentempel von Tical werden von den Priestern noch heute die alten Rituale durchgeführt.

Kein Wali und nur wenige Azcapazulcos wissen genau, wo Tical liegt. Die wenigen mutigen Abenteurer, die den Gerüchten um Reichtümern wie zum Beispiel Edelsteine so groß wie Taubeneier Glauben schenken und sich immer wieder auf die Suche nach Tical machen, sind bislang nicht wiedergekehrt.


Kleinere Siedlungen der Azcapazulcos befinden sich im Inneren der recht unzugänglichen Wälder, sind aber auch im Hochland anzutreffen. Ihre Hütten bestehen aus Holz und sind um ein zentrales Gebäude (Männerhaus, Häuptlings- oder Priestersitz) herum errichtet worden. Die Azcapazulcos leben ebenfalls in Großfamilien und Sippen zusammen. Ihre Dörfer sind um einen großen, zentralen Platz herum aufgebaut, auf dem neben dem Haus des Priesters oder Häuptlings auch ein großes Versammlungshaus steht. Die Häuser und Hütten der Azcapazulcos sind bis auf die Stufenpyramiden und Tempel vollständig aus Holz und Blattwerk erbaut.

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