Etwa 500 Jahre nach der Gründung von Kreos wandern die Walis von Klingol, ihrer eigentlichen Heimat, nach Westen, durchqueren Tuominen und nehmen Urassus nordwestliche Halbinsel in Besitz, die sie Waligoi nennen. Die Ureinwohner, mit den Danannain aus Dwyllugnach verwandt, blasshäutig und weissblond, werden von den goldhäutigen Eroberern mit den schräggestellten Augen, den breiten, hochangesetzten Wangenknochen und dem kupferfarbenen Haar, in den unwirtlichen Nordwesten der Halbinsel verdrängt. Das Land allein kann die Menschen nicht ernähren, sie müssen sich dem Meer zuwenden, und daraus ergibt sich eine Dreiteilung des Volkes. Der Stamm der Atlir siedelt sich um die Mündung des Yggrfjordes am Hymir. Die Gauten wenden sich nach Nor, und die Heden umgehen die Trosk, ein riesiges Sumpfgebiet an der Grenze zu Tuominen, und besetzen den estmirlichen Teil der hymirschen Küste. Die Walis, besonders aber Atlir und Gauten, verlieren im Laufe der Zeit ihr urassisches Aussehen, und es entsteht eine Mischform durch den Einfluss der danannainschen Stämme.
Im Jahre 1046 nach Gründung der Stadt Kreos auf der Alten Welt landeten einige tausend Gauten unter der Führung von EIfse im Nor der Westlichen Welt. Die Walis unterwarfen die dort lebenden Negutnik und nannten das neu gewonnene Land Vesturgoi. EIfse wurde das Oberhaupt der Unterworfenen, ihr Numokh. Obwohl in Vesturgoi die Walis und die Negutnik eher ein loser Stammesverbund waren, dehnten sie ihr Reich in wenigen Jahren bis an das Binnenmeer aus. Dann senkte sich im Jahre 1050 nach Kreos die Finsternis über Magira. Ein dicker Eispanzer überzog Vesturgoi und viele Menschen starben innerhalb kürzester Zeit.
Ein Teil der überlebenden Walis machte sich auf den Weg in eine neue Heimat. Im Waldland bauten sie sich neue Langschiffe. Sie folgten dem Nidarana, bis er sich in den Cantuysa ergoß, und weiter dem Strom hinab erreichten sie die Inseln der Wirbel und das Binnenmeer. Ihre Fahrt führte sie vorbei an der Insel der wolkenhohen Bäume, in dessen Est sie eine steile Hochlandküste fanden. Dieser Küste folgten sie nach Süd. Als die Walis auf landbare Küste stießen, sahen sie einen großen Feuerschein am Horizont. Dem Feuer folgend, drangen sie nach Mir vor.
Wenige Tagesmärsche von der Küste entfernt erblickten sie eine große Stadt, die zum Teil aus Holz gebaut war. Krieger, die wie Raubvögel gekleidet waren, lieferten sich dort eine große Schlacht. Als diese Krieger dann zu müde wurden, um das Metzeln fortzuführen, stürmten die Walis die Stadt. Die Überlebenden aus der Stadt, die diese Xitle nannten, erzählten den Walis die Geschichte des untergegangenen Reiches:
"Azcapazulco war einst ein sehr altes und mächtiges Reich, das vor 2184 Jahren gegründet wurde. Es wurde von Priestern geführt, die das EI (gemeint war die Erde, wie die Walis schnell feststellten) verehrten. Die einzelnen Stämme kämpften vereint gegen die Barbaren aus den Nachbarländern. Aus der Verehrung zum EI lehnten sie den Gebrauch jeglichen Metalls ab.
Die Priester weissagten ihnen, wenn sie es nicht schaften, die Barbaren zu vernichten, welche die Erde aufgruben um ihr das Metall zu entreißen, würde die Götter die Menschen vernichten. Es war ihnen jedoch nicht möglich und die Finsternis brach herein. In der Hauptstadt Chuzumaxinta brach ein Bürgerkrieg aus, der sich schnell über das ganze Land ausbreitete."
Es vergingen viele Jahre, bevor die Finsternis endete. Alsbald drang die Kunde von eisenbewehrten Kriegern in das Landesinnere. Große Heere unter dem Banner des Einhorns machten sich auf, das Land zu erobern. Ebenso plötzlich wie es kam, verschwand das Banner des Einhorns nach kurzer Zeit wieder im Meer. Es zog sie in ihre alte Heimat Clanthon.
Fast zur gleichen Zeit landeten Walis, die den Fall Yggrgards in Waligoi überlebt hatten, unter der Führung Thorwalds im Nor der Westlichen Welt von Magira. Doch das alte Reich Vesturgoi war untergegangen, und das Böse in Form der Substanz von Mhjin hatte im Land Einzug gehalten. So zog die walische Flotte um die Welt, um nach überlebenden "Wölfen der See" zu suchen. Thorwald fand mit seinen Truppen die waldreichen Gebiete im Est dieser Welt. Als er die scheinbar verlassenen Lande betrat, begrüßten ihn die Einheimischen und wiesen ihm und seinen Mannen den Weg zu den alten Walisiedlungen. Mit den neu eingetroffenen Walis und ihren Waffen füllten die Wölfe das entstandene Machtvakuum des vergangenen Reiches Azcapazulco aus.
Seitdem beherrschen sie dieses Land: Neu-Westurgoi.
Inhaltsverzeichnis